MITTENDRIN statt AUSSENVOR

Mit dem Inklusionsprojekt MITTENDRIN statt AUSSENVOR setzen wir uns dafür ein, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung ganz selbstverständlich miteinander leben und arbeiten können. Wir orientieren uns dabei an der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und der zentralen Leitidee einer inklusiven Gesellschaft.

Gefördert durch die Aktion Mensch und die Landeshauptstadt Kiel hat das Projekt in den Jahren 2008 - 2014 psychisch erkrankte Menschen bei der inklusiven Freizeitgestaltung im Gemeinwesen (z.B. durch Freizeitpatenschaften und einer Freizeitkontaktbörse) erfolgreich unterstützt.

Seit 2015 liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten in der Antistigma- und Öffentlichkeitsarbeit mit dem Ziel, das Verständnis für Menschen mit psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft zu fördern.

Worum geht es bei MITTENDRIN statt AUSSENVOR?

Menschen mit psychischen Erkrankungen sind in unserer Gesellschaft immer noch von Vorurteilen, Diskriminierung und Stigmatisierung betroffen. Beispielsweise werden psychisch erkrankte Menschen häufig als Mieter oder Nachbarn abgelehnt und potenziell als gefährlich angesehen. Um den Betroffenen zu helfen und eine Öffnung der Gesellschaft im Sinne von Inklusion zu erreichen, ist Aufklärungsarbeit zum Thema psychische Gesundheit von besonderer Bedeutung.

Ziel unserer Arbeit ist es, das Verständnis für Menschen mit psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft zu fördern. Ein zentrales Anliegen ist dabei die persönliche Begegnung und der Austausch zwischen psychisch erkrankten und nicht-erkrankten Menschen. Dadurch möchten wir gegenseitige Vorurteile und Unsicherheiten abbauen und der Stigmatisierung entgegenwirken. Ebenso möchten wir Menschen für ihre eigene psychische Gesundheit sensibilisieren und Informationen über Hilfsangebote in Kiel bekannter machen.

Wer sind wir und was machen wir?

Wir sind eine Gruppe von ca. 15 Personen, überwiegend Menschen mit Psychiatrie-Erfahrung, die sich ehrenamtlich als "Expertinnen/Experten in eigener Sache" engagieren. Zusätzlich sind einige ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter/-innen bei uns aktiv und unterstützen die Arbeit der AG Öffentlichkeitsarbeit.

Organisatorisch trifft sich die AG Öffentlichkeitsarbeit alle 2-3 Monate, um sich über die einzelnen Projektaktivitäten auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zur Umsetzung der Aufklärungsarbeit zu entwickeln. Zur konkreten Planung und Umsetzung von Aufklärungsprojekten arbeiten wir zusätzlich in derzeit 3 Untergruppen:

  • Arbeitsgruppe IRRE GUTE Filme

    Seit 2009 organisieren wir zweimal pro Jahr die Filmreihe "IRRE GUTE Filme". Dazu wählen wir Filme aus, die sich mit dem Thema der psychischen Erkrankungen auseinandersetzen. Pro Filmreihe werden vier Filme im Kino in der Pumpe gezeigt. Wir bieten den Kinobesuchern im Anschluss ein gemeinsames Filmgespräch mit der Möglichkeit zur persönlichen Begegnung und zur Diskussion über den Film.

  • Arbeitsgruppe Schule

    Wir haben mit zwei Kieler Schulen (Gemeinschaftsschule am Brook in Kiel-Gaarden und das Regionale Bildungszentrum Wirtschaft am Ravensberg) Kooperationen auf-gebaut und führen regelmäßig gemeinsame Schulprojekte zum Thema psychische Gesundheit durch. Zentraler Baustein der Arbeit mit den SchülerInnen ist dabei die Begegnungsstunde zwischen der Schulklasse, Betroffenen und Psychiatrieprofis.

  • Arbeitsgruppe Betriebe

    In dieser Gruppe haben wir mehrere Fortbildungsveranstaltungen zum Thema psy-chische Erkrankungen gemeinsam mit Betrieben und Gewerkschaften z.B. der IG Metall Kiel organisiert.

Wie erreichen Sie uns?

Wir freuen uns über Interesse an unseren Projektaktivitäten und Möglichkeiten zur Kooperation. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

KIELER FENSTER – Fachreferat
Hamburger Chaussee 4
24114 Kiel

Ihre Ansprechperson ist: Daniel Hoppmann

Telefon: 0431 64980-0
E-Mail: info@kieler-fenster.de