Trauma Behandlung – Weg zur Therapie

Wann ist die Vermittlung zum Spezialisten angezeigt?

Wenn Ihnen als MitarbeiterIn (ehren- oder hauptamtlich) bei einem Menschen im Kontakt Verhaltensweisen auffallen die sie nicht selbst einordnen können bzw. Ihnen von Beschwerden berichtet wird

Wer vermittelt wohin / an wen?

Alle die sich im Kontakt die Frage stellen, ob eine psychische, schwere Belastung hinter dem Gehörten, Gesehenen, Beobachteten steckt.

An wen vermitteln Sie weiter?

a. HausarztInnen
b. Koordinierung der Koordination des Zentrum Integrative Psychiatrie (ZIP) oder Psycho-Soziales Zentrum (PSZ) Brücke Schleswig Holstein
c. Kieler Fenster (KF) / Projekt Ausblick – Clearing

Wer führt Clearing Gespräche um zu geeignetem TherapeutInnen zu überweisen?

Sozial-PädagogInnen, PädagogInnen, FachärztInnen, und PsychologInnen im ZIP, PSZ und für Kiel Projekt Ausblick

Was passiert dann?

das Ergebnis des Clearing ist der festgestellte Bedarf, nachdem sich die weitere Vermittlung richtet, ob an:

  • FachärztInnen
  • Fachberatungsstellen
  • Psychosoziale Versorgung
  • Migrations-Sozialberatung
  • Verfahrensberatung
  • niedergelassene FachärztInnen
  • Psychiatrische Institutsambulanzen (ZIP, KF, PSZ)
  • Traumaambulanz des ZIP

Die Clearingstellen vermitteln, koordinieren und organisieren die Behandlungsabläufe und Kontakte.

Wer stellt die Diagnose?

HausärztInnen, PsychologInnen, PsychiaterInnen

Welche Formen von Therapieangebote bzw. Behandlungsformen sind sinnvoll für Menschen mit schweren psychischen Belastungen oder Trauma?

Wir unterscheiden zwischen ambulanter Behandlung – regelmäßige psychotherapeutische oder fachärztliche Gespräche – und stationärer bzw. teilstationäre Behandlung.

Letzteres gilt für die Fälle

  1. wenn Ärzte zu Diagnose und über die Schwere der Beschwerden entscheiden, dass ein vorübergehende Aufnahme in eine Klinik sehr angebracht / notwendig ist insbesondere wenn das eigen Leben oder das Leben dritter in Gefahr ist
  2. wenn Menschen mit psychischen Belastungen und Diagnosen die ambulant nicht ausreichend ärztlich betreut werden können und vollstationär nicht sinnvoll ist.

Weitere Formen besonders bei Stabilisierungsmaßnahmen können neben der Einzel-Trauma-Behandlung durch TherapeutInnen / + ärztliche medikamentöse Behandlung auch Gruppenangebote für Menschen mit einem sprachlich gemeinsamen Hintergrund und/ oder getrennt für Frauen und Männer sein.

Hilfreich sind auch Edukations-Gruppenangebote bei der Vermittlung von Wissen über bestimmte Beschwerdegruppen und zur Selbsthilfe bei der Bewältigung von Belastungssymptomen sowie zur Stabilisierung im Alltag.

Clearingstellen:

  • Kieler Fenster (KF)
    Feststellung & Vermittlung bei Therapiebedarf, Unterstützung bei Arzt und Behörden Terminen, Hilfen zur Stabilisierung
    Kontakt: 0431 64980-73/-74
    l.schlahn@kieler-fenster.de p.becker@kieler-fenster.de
  • Psycho-Soziales Zentrum (PSZ) Brücke SH
    Psycho-Soziale Beratung, Clearing, Kostenbeantragung, Vermittlung und Klärung rechtlicher Fragen, Einzugsbereich Gesamt Schleswig Holstein
    Kontakt: 0431 70559491
    o.pavlovych@bruecke-sh.de

ZIP – Zentrum für Integrative Psychiatrie

In den psychiatrischen Institutsambulanzen werden Patienten behandelt, die wegen Art, Schwere oder Dauer ihrer psychischen Erkrankung eine besonders intensive und komplexe krankenhausnahe Therapie benötigen.

Die Behandlungsteams sind multiprofessionell zusammengesetzt. Hierzu zählen psychiatrische und psychosomatische FachärztInnen, psychologische und ärztliche PsychotherapeutInnen, SozialpädagogInnen, Ergo- und KunsttherapeutInnen und Krankenpflegepersonal. Jedem Behandlungsschwerpunkt ist ein spezialisiertes Team zugeordnet.

Die Traumaambulanz für Flucht und Migration ist, durch die Unterstützung des Landes SH, einer der Schwerpunkte des Ambulanzzentrums an den Standorten in Kiel und Lübeck. In Kiel werden in dieser Spezialambulanz sowohl Erwachsene, als auch Kinder und Jugendliche mit einem Fluchthintergrund behandelt.

Zu den möglichen Behandlungsangeboten gehören beispielsweise

  • Medikamentöse und fachärztliche Einzelbetreuung
  • Diagnostik
  • Einzelgespräche und –psychotherapie, Traumatherapie
  • Stabilisierungsgruppen
  • Bewegungstherapie
  • Ohrakupunktur nach dem Nada Protokoll
  • Sozialpädagogische Einzelbetreuung
  • Ergo- Kunsttherapie im Einzel- oder Gruppensetting
  • Co-Therapie durch psychiatrische Fachpflegekräfte

KIELER FENSTER – Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)

Das Clearingteam des KIELER FENSTER arbeitet eng mit der hauseigenen Institutsambulanz zusammen. Dieses ambulante psychiatrische Angebot richtet sich speziell an Menschen, die auf eine intensive, therapeutische Unterstützung angewiesen sind, aber keine Klinikaufenthalt benötigen.

Brücke Schleswig Holstein – Psycho-Soziales Zentrum (PSZ)

Ambulante Angebote für Krisenintervention, Kurzzeit Therapie, therapeutische Frauengruppe für den Einzugsbereich gesamt Schleswig-Holstein.

Niedergelassene TherapeutInnen / PsychiaterInnen

Bei der Suche nach geeigneten Therapeuten, die mit geflüchteten Menschen und Dolmetschern arbeiten können wir Ihnen behilflich sein. l.schlahn@kieler-fenster.de oder p.becker@kieler-fenster.de

Supervision für TherapeutInnen bietet der Paritätische an
Kontakt: Tel. 0431 5602-10
info@paritaet-sh.org